Wie zeichnet man einen Gehzyklus?
Der Gehzyklus ist die klassische Prüfung der Animation, weil alles darin steckt: Balance, Gewicht, Timing und eine Schleife, die perfekt schließen muss. Die gute Nachricht: seine Struktur lässt sich auswendig lernen. Wer die vier Schlüsselposen kennt, muss nur noch auffüllen.
Die vier Schlüsselposen
Jeder Gang ist die Wiederholung von vier Posen. Kontakt: beide Füße am Boden, die Beine am weitesten geöffnet. Unten: das Gewicht sinkt auf das vordere Bein, die Hüfte am tiefsten. Durchgang: das hintere Bein schwingt nach vorn, der Körper am höchsten. Oben: der Abstoß, die Ferse hebt. Danach wiederholt sich dieselbe Folge mit dem anderen Bein. Acht Bilder ergeben ein volles Schrittpaar.
Der Weg der Hüfte entscheidet alles
Anfängergänge sehen meist aus wie Gleiten, weil der Körper auf einer waagerechten Linie läuft. In Wirklichkeit hebt und senkt sich die Hüfte und kippt leicht zur Seite. Zeichne zuerst nur die Welle, der die Hüfte folgt, und hänge die Beine daran. Die Arme schwingen gegengleich zu den Beinen: rechter Fuß vorn heißt linker Arm vorn.
Die Schleife nahtlos schließen
Das letzte Bild muss das vor dem ersten sein, keine Kopie davon. Der übliche Fehler ist, den Zyklus mit derselben Pose zu beenden, mit der er beginnt: dann erscheint eine Zeichnung doppelt und der Gang stockt in jeder Runde. Die Zwiebelhaut einzuschalten, damit du beim letzten Bild das erste siehst, verhindert das von vornherein.
| Pose | Bild | Was passiert |
|---|---|---|
| Kontakt | 1 | Beide Füße am Boden, Schritt am weitesten |
| Unten | 2 | Gewicht sinkt auf das vordere Bein, Hüfte am tiefsten |
| Durchgang | 3 | Hinteres Bein schwingt durch, Körper am höchsten |
| Oben | 4 | Abstoß, Ferse hebt, Körper wird nach vorn getragen |
| Kontakt (gespiegelt) | 5-8 | Dieselbe Folge mit dem anderen Bein |
Häufige Fragen
Wie viele Bilder soll ein Gehzyklus haben?
Acht ist am gebräuchlichsten und am lehrreichsten: ein Bild je Schlüsselpose. Zwölf ergeben einen flüssigeren Gang, vier werden für schnelle, grobe Stile genutzt — Gänge mit vier Bildern sind in Retro-Spielgrafik überall.
Soll die Figur auf der Stelle gehen oder sich fortbewegen?
Den Zyklus auf der Stelle zu zeichnen ist viel leichter; du musst nur steuern, wie schnell die Füße über den Boden gleiten. Wird Fortbewegung gebraucht, bewegst du den Hintergrund. Rutschende Füße, also eine Geschwindigkeit, die nicht zum Boden passt, sind der häufigste Fehler.
Was unterscheidet einen Laufzyklus?
Beim Laufen gibt es ein Bild, in dem beide Füße in der Luft sind, und die Kontaktpose ist sehr kurz. Der Körper neigt sich stärker nach vorn und das vertikale Auf und Ab der Hüfte nimmt deutlich zu. Die Struktur bleibt gleich, die Proportionen ändern sich.
Der Pinsel zeichnet lebendig. Kipirti ist ein Skizzenbuch für Animation: Bild für Bild zeichnen, mit Zwiebelhaut vergleichen, als GIF oder Video exportieren. Läuft im Browser, ganz ohne Installation.
Im Browser ausprobieren Bei Google Play holen